Mit der Einführung elektronischer P2P-Lösungen wird es für Unternehmen einfacher, ihre Ausgaben im Detail nachzuvollziehen. Für Einkaufsleiter ergibt sich daraus eine Fokusverschiebung von der physischen auf die finanzielle Lieferkette, die auf dem Informationsaustausch zwischen Käufer und Lieferanten basiert. Genau hier kann Mehrwert durch intelligentes Cashflow-Management generiert werden.


Die finanzielle LieferketteFür den Käufer ist es dabei wichtig, Kapital möglichst lange im Unternehmen zu halten, während der Lieferant daran interessiert ist, die Debitorenlaufzeiten kurz zu halten. Ein Konflikt, der zu großen Spannungen in der Käufer-Lieferanten-Beziehung führen kann. Ungeachtet dessen, bestehen für Käufer im Wesentlichen drei Möglichkeiten das Umlaufkapital entlang der Lieferkette zu verbessern:

  • 1.    Forderungen schneller eintreiben
  • 2.    Lieferanten später bezahlen
  • 3.    Lieferanten weniger bezahlen


Gleichzeitig sehen 82% der Unternehmen Vorteile darin, ihre Lieferanten pünktlich zu bezahlen. Denn von stabilen Lieferanten profitieren am Ende auch die Käufer. Wie lassen sich nun diese Widersprüchlichkeit in den Interessen von Unternehmen sowie der Konflikt zwischen Lieferanten und Käufern lösen?

Neue Technologien und B2B-Netzwerke haben zu weitreichenden Entwicklungen im P2P-Lösungsumfeld beigetragen. Aufgrund seiner Erfahrung sieht David Reidy, Financing Services Sales Advisor bei Basware, die größte Hürde für rechtzeitige Zahlungen in der Ineffizienz der Rechnungsverarbeitungsprozesse.  Denn selbst Unternehmen mit lieferantenfreundlicher Kultur haben Probleme mit pünktlichen Zahlungen. B2B-Netzwerke ermöglichen Prozessverbesserungen durch einen nahtlosen und noch schnelleren Austausch von Informationen und Dokumenten, wie zum Beispiel elektronischen Rechnungen. Eine Optimierung der Zahlungs- und Forderungsstrategien, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird, hilft Risiken in der Lieferkette zu senken und Wachstumspotentiale zu schaffen.
 

„One size fits all“ – nicht wenn es um Unternehmensfinanzierung geht

Das Zusammenspiel von Technologie- und Finanzierungsanbietern über offene Netzwerke eröffnet eine größere Bandbreite an Finanzierungsmöglichkeiten als bisher. Von dieser Vielfalt profitieren prinzipiell alle Unternehmen, ganz besonders aber die kleineren. Unterscheiden lassen sich dabei Maßnahmen für Lieferanten, die in erster Linie die Liquidität erhöhen sollen, und solchen für Käufer, die Sparmöglichkeiten ausschöpfen und Kreditorenlaufzeiten verlängern. Am Ende eint sie jedoch ein Ziel: Die optimale Kombination verschiedener Finanzierungsarten ist entscheidend für die Verbesserung des Umlaufkapitals auf Seiten des Käufers und dessen Handelspartner. Deswegen bietet Basware über sein Netzwerk ein Portfolio an flexiblen Finanzierungslösungen an. Die Basware Financing Services umfassen derzeit drei Varianten:

  • Basware Pay, eine globale e-Payment-Lösung in Zusammenarbeit mit Mastercard, richtet sich an Käufer und ermöglicht es diesen, Lieferanten schneller zu bezahlen und gleichzeitig ihr Geld länger zu behalten. Finanziert wird das durch die Bank des Käufers. Besonders geeignet ist diese Option für Unternehmen mit vielen kleinen Lieferanten.
  • Basware Discount zur automatisierten Skontonutzung richtet sich ebenfalls an Käufer, die damit von attraktiven Skonti profitieren können und einen zusätzlichen Anreiz erhalten, ihre Lieferanten früher zu bezahlen. In Kombination mit Basware Analytics kann genau ermittelt werden, wo die besten Gewinnpotenziale liegen.
  • Basware Advance bietet Lieferanten eine unkomplizierte Zwischenfinanzierung ihrer Rechnungen über Virtaus, einem Joint Venture von Basware und Arrowgrass Capital Partners LLP. Diese Lösung ist ideal für KMUs mit schwankendem Geldbedarf, die gelegentlich Zugang zu Liquidität benötigen, während sie auf Zahlungen warten.

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Das Besondere an den Basware Financing Services ist die Integration von just-in-time-Finanzierungen in eine elektronische P2P-Lösung auf Grundlage des offenen Netzwerkes. Diese Kombination von Technologie und Finanzen bringt letztlich auch die unterschiedlichen Abteilungen und Funktionen innerhalb eines Unternehmens zusammen, die meistens dasselbe Ziel verfolgen: die Optimierung des Umlaufkapitals und das Schaffen von Wachstumspotentialen.

Um die beste individuelle Finanzierungslösung zu finden, empfiehlt David Reidy eine ausführliche Ausgabenanalyse, die Festlegung von konkreten Zielen, die jeweils verfolgt werden, und eine darauf basierende Fall-zu-Fall-Entscheidung.

Wenn Sie diesen Prozess anstoßen wollen, sprechen Sie uns einfach an. Wir unterstützen Sie gerne darin. Weitere Informationen zu den einzelnen Finanzierungsoptionen erhalten Sie über die Datenblätter Basware Pay und Basware Discount sowie unter folgendem Link.

Autor:
Laura Schröder
Vice President, Global Product Marketing