Operation geglückt, Kapital tot: Unternehmen horten statt zu investieren

Geschäftsführer der Basware GmbH

Dass Unternehmen ihre liquiden Reserven nicht ausnutzen, wissen wir bei Basware schon länger: Die Studie „Creating Payment Energy“, die von uns zusammen mit MasterCard in Auftrag gegeben wurde, belegt, dass beinahe die Hälfte der befragten Firmen (48 Prozent) heute mehr liquide Mittel zur Verfügung haben, als noch vor einem Jahr. Nur 11 Prozent befinden sich gegenwärtig in einer schlechteren Position.

So weit, so gut. Alarmierend ist, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen in den letzten zwölf Monaten bewusst Zahlungen an Lieferanten zurückgehalten haben, um ihren Cashflow zu beschönigen. Von zehn befragten Ländern bildet lediglich Deutschland eine Ausnahme: Laut den von uns erhobenen Zahlen zögert man hierzulande am seltensten Zahlungen aus strategischen Gründen hinaus.

Dennoch sind verspätete Zahlungen für drei Viertel der Firmen – unabhängig von deren Herkunft – Geschäftsalltag. Wer die Ursachen verstehen will, muss zuerst die internen Prozesse unter die Lupe nehmen. Nur eines von vier Unternehmen hat seine Finanzabläufe automatisiert. So geht bares Geld verloren: Über zwei Drittel der Studienteilnehmer räumten ein, dass sie Skonti öfter in Kauf nehmen könnten, wenn ihre internen Prozesse besser aufgestellt wären.

Die technischen Voraussetzungen sind gegeben: Mit Purchase-to-Pay-, e-Payment-, Discount- und Factoring-Lösungen können Unternehmen ihre Finanzprozesse heute aus einer Hand durchgehend automatisieren. Das reicht vom Einkauf und e-Invoicing über die Rechnungsautomatisierung bis hin zur Verbuchung und Geldtransaktion.

So lassen sich Verzögerungen in verschiedenen Phasen der Rechnungsbearbeitung eliminieren. Dazu gehören klassische Hindernisse wie das physische Befördern von Rechnungen und manuelle Bearbeitungsfehler, aber auch Probleme bei der Geldüberweisung. Käufer können so den Cashflow besser verwalten, während Lieferanten von schnelleren Zahlungen profitieren. Die so freigesetzten Geldmittel stehen beispielsweise für Investitionen zur Verfügung – vielleicht sieht dann die Schlagzeile des Handelsblatts beim nächsten Mal anders aus.

 

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